CHRONOS ist 20 Jahre jung!

Am vergangenen Donnerstag haben wir in Ulm bei einem geselligen Zusammensein die ersten 20 Jahre von Chronos gefeiert. Ich habe für Euch nochmals in der Erstausgabe geblättert. Man mag es heute kaum glauben was man da mitunter so zu lesen bekam …

 

So sah der Titel der ersten Chronos aus… Man beachte den Preis des Heftes. Für damalige Verhältnisse durchwegs mutig. 8,80 DM oder 70.- Schilling, das war ein Wort…

 

 

Chronos Titel 1992

 

 

Hier einige gescannte Seiten zum Nachlesen… Man kann diese durch Draufklicken vergrössern – so kann man sie besser lesen.

 

 

Im Editorial lies der damalige Chefredakteur Reinhold Ludwig keinen Zweifel aufkommen an wen sich Chronos adressierte: „Viele wünschen sich wieder eine Uhr mit Herz, mit mechanischem Innenleben. Für Sie machen wir Chronos.“

“Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft” Ja, ja… am Vorabend, oder die Tage davor, als er dies schrieb dürfte er wohl den Film “Casablanca” gesehen haben :-)

 

Editorial Chronos Reinhold Ludwig 1992

 

 

 

>>> Auf Seite acht befragte die Redaktion fünf Juweliere. „Mechanik weiter im Kommen?“ Nota bene: Die Quarzuhr hatte damals noch 50 Prozent Marktanteil!

 

Mechanik weiter im Kommen?

 

 

 

>>> Gut auch die Seite 12 mit der Chronos-Meinung von Reinhold Ludwig. Man beachte insbesondere das Statement von Joseph Jacober, dem damaligen Marketingdirektor von Patek Philippe.

 

Chronos-Meinung

 

 

 

>>> Respekt vor der Seite 16! Der neue IWC „Doppelchronograph“ wird vorgestellt. Gleich zu Anfang wird die IWC darüber aufgeklärt, dass sie ihren Jumbo fürs Handgelenk falsch benannt hat.

Die Kritik ist bis heute noch mehr als gerechtfertigt, doch umbenannt hat die IWC den „Doppelchronograph“ noch immer nicht…

 

Jumbo fürs Handgelenk

 

 

 

>>> Mein Favorit in der ersten Ausgabe von Chronos ist das Interview mit Philippe Stern von Patek Philippe. Insbesondere der Satz „Man muss aufpassen, dass die Preise nicht zu hoch werden. Es gibt auch für Patek Philippe eine Grenze“ haut mich fast um. Die Realität hat gezeigt, dass es offenbar KEINE Grenze gibt. Wenn eine Uhrenmarke in Sachen Preise das Limit nach oben ausgelotet hat, dann Patek Philippe. Und dennoch… die Uhren verkaufen sich wie geschnitten Brot. Tja, und die Wartelisten für die gesuchten Topuhren von Patek Philippe sind noch länger geworden …

 

Interview Philippe Stern_1

 

Interview Philippe Stern_2

Interview Philippe Stern_3

 

 

 

>>> Auf den Seiten 62 und folgende stellte Chronos damals 63 unterschiedliche Chronografen vor. 95 Prozent waren mit einem ETA 7750 oder einem 7750-Derivat bestückt. Cool wie Reinhold Ludwig diese Monotonie damals versucht hat schön zu schreiben.

Stoppzeit_1

Stoppzeit_2

 

Ok, das war damals und das Angebot an Automatikchronografen war noch sehr spärlich und dennoch muss ich heute kräftig schmunzeln, wenn ich das lese. Auch die Preise damals waren irgendwie noch sehr o. k. Eine Rolex „Daytona“ in Stahl mit umgebauten Zenith-Kaliber kostete 5750.- DM, ein Breitling „Chronomat“ in Stahl mit Valjoux 7750 3180.- DM und eine Zenith „Rainbow“ in Stahl mit „El Primero“-Kaliber 3.400.- DM 

 

 

 

>>> Gisbert L. Brunner dozierte in der ersten Ausgabe von Chronos über Hemmungen. Er stellte die Frage „Welche Hemmung ist die Beste“. Wenn man sich vorstellt, dass damals vermutlich kaum ein Leser auch nur irgendeine Ahnung von unterschiedlichen Hemmungen hatte war das schon mutig.

Gisbert sagte mir bei der Feier in Ulm übrigens, dass mit lediglich einer Ausnahme seit damals in jedem Heft  ein Beitrag von ihm erschienen sei. Gisbert, Respekt!

 

Welche Hemmung ist die Beste_1

 

Welche Hemmung ist die Beste_2

 

 

 

 

>>> Das ist meine Lieblingswerbung im Heft. Die Omega-Werbung könnte 1:1 heute noch immer erscheinen und wäre heute noch top. Andere Werbungen indes waren echt grottenschlecht, selbst für damalige Verhältnisse. Man sieht eindeutig, dass noch nicht alle Hersteller so professionell agierten.

 

Omega Werbung 1992

 

 

 

 

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