Panerai vereint nun alle unter einem Dach

Mit einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmeter entsteht oberhalb von Neuenburg eine neue Panerai-Manufaktur. Platz genug für alle und alles….

Angelo Bonati, der CEO von Officine Panerai sagte: „1997 begann ein großartiges Abenteuer und legte den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung der Marke Panerai und ihren Fortbestand in der Zukunft“. Vor bereits zehn Jahren wurde die Manufaktur in Neuchâtel eröffnet (wie doch die Zeit vergeht!) und nun kündigt Officine Panerai den Baubeginn für ein neues integriertes Manufakturgebäude an. Ab Ende 2013 sind hier alle Entwicklungs-, Produktions- und Montagestufen für die Uhren und Uhrwerke der Marke unter einem Dach vereint. Standort ist der oberhalb von Neuchâtel gelegene Ort Pierre-à-Bot. Die neue Uhrenfertigung ermöglicht eine signifikante Verbesserung der Produktionsprozesse. Auch heute finden Entwicklung, Komponentenfertigung, Montage und Qualitätskontrolle intern bei Officine Panerai statt, sind allerdings an verschiedenen Standorten angesiedelt. Die Zusammenlegung der verschiedenen Fertigungsstufen an einem zentralen und zudem deutlich größeren Standort bringt zahlreiche Vorteile für die Produktion. Die neue Panerai Manufaktur hat eine Gesamtfläche von rund 10.000 Quadratmetern. Die Zahl der Mitarbeiter steigt am neuen Standort von aktuell 160 auf später insgesamt 290. Es werden de facto 130 neue Arbeitsplätze geschaffen! Neben modernster Produktionstechnik umfasst die neue Manufaktur auch alle anderen Funktionen wie die Prototypisierung, Fertigung, Montage und die Qualitätskontrolle der Komponenten, Uhrwerke und Gehäuse. Ausgeführt werden diese Arbeiten von Uhrmachermeistern und weiteren hochqualifizierten Spezialisten. Ein beachtlicher Teil des Gebäudes wird der Ideenwerkstatt gewidmet. Hier bündelt Panerai alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Jahren die Innovationskraft der Marke ausmachen. Materialforschung, die Konzeption und Konstruktion neuer Uhrwerke sowie die ständige Weiterentwicklung der Qualität der Produkte bilden seit je her die Grundpfeiler des Erfolges von Panerai.

Die Nachricht, dass Panerai nun eine neue Manufaktur plant und alles unter einem Dach vereint bietet mir wiederum die Möglichkeit hier nochmals auf die Werkevielfalt der Marke hinzuweisen. Viele von Euch werden vermutlich gar nicht ahnen wie groß bereits die in den letzten Jahren geschaffene Anzahl an Panerai-Uhrwerken ist.

Mal ehrlich, habt Ihr das gewusst?

Meine kleine Übersicht zeigt Euch den aktuellen Stand der Dinge:

 

„P.999“ ist das „kleine“ Handaufzugkaliber mit einem Durchmesser von 27,4 mm. „P.2002“ ein Handaufzugkaliber mit acht Tagen Gangreserve, einem Durchmesser von 31,8 mm, einer Bauhöhe von 6,6 mm und „GMT“-Funktion inklusive Tag-/Nachtanzeige.

„P.2003“ ist ein Automatikkaliber mit zehn Tagen Gangreserve und „GMT“-Funktion inklusive Tag-/Nachtanzeige.

„P.2004“ ist ein Handaufzug-Chronografenkaliber mit acht Tagen Gangreserve, Schaltradsteuerung, Eindrücker-Bedienung und „GMT“-Funktion inklusive Tag-/Nachtanzeige.

„P.2005“ ist ein Handaufzugkaliber mit einem 30-Sekunden-Tourbillon mit axialer Umlenkung über ein Glockenrad, sechs Tagen Gangreserve, Anzeige selbiger auf der Rückseite und „GMT“-Funktion inklusive Tag-/Nachtanzeige.

„P.2005G“ ist ein Handaufzug mit einem 30-Sekunden-Tourbillon mit axialer Umlenkung über ein Glockenrad, vier Tagen Gangreserve, mit Sternenkarte, Anzeige für den Sonnenauf- und Untergang, Anzeige der Zeitgleichung.

„P.2006/3“ ist ein Handaufzug-Schleppzeiger-Chronografen-Kaliber mit acht Tagen Gangreserve und Schaltradsteuerung.

„P.3000“ steht für die „simple“ Dreizeigerversion.

„P.3001“ steht für die Dreizeigerversion mit kleiner Sekunde bei „9 Uhr“.

„P.3002“ steht für die Dreizeigerversion mit kleiner Sekunde und Datum.

„P.3003“ steht für die Dreizeigerversion mit kleiner Sekunde, Datum und zweiten Zeiger für die Anzeige einer alternativen Zonenzeit (die so bezeichnete „GMT“-Funktion).

Die „P.9xxx“ sind technisch etwas abgespeckte Plattformkaliber, abgeleitet von den großen Brüdern den „P.2xxx“.

„P.9000“ ein Automatikkaliber mit drei Tagen Gangreserve,

„P.9001“ ein Automatikkaliber mit drei Tagen Gangreserve, „GMT“-Funktion und Gangreserveanzeige auf der Rückseite und das

„P.9002“ ein Automatikkaliber mit drei Tagen Gangreserve, „GMT“-Funktion und Gangreserveanzeige auf der Zifferblattseite.

 

Was aus meiner Sicht nun theoretisch noch fehlt, ist ein Chronograf in der produktionstechnisch günstigeren „P.9xxx“-Kaliberfamilie. Er würde den Reigen dann wirklich schließen. Einmal da, könnte er wohl die letzten von Eta zugelieferten „7750“ & Co. verdrängen und Panerai so zu einer Uhrenmarke mit nur mehr eigner Mechanik unter dem Zifferblatt adeln. Dann hätte Angelo Bonati sein seit Jahren deklariertes Ziel erreicht und die Marke erfolgreich in den tickenden Olymp geführt.

 

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